«Wie könnte ich an meinen Schmerzen zweifeln, doch wie sollte ich sie dir nur beweisen?»
Haben wir Schmerzen, so sind uns diese unmittelbar gegeben und doch bleiben sie nur schwer fassbar. Dabei sind ihre Konsequenzen durchaus manifest: Insgesamt sind in der Schweiz rund 1.5 Millionen Menschen von chronischen Schmerzen betroffen. Dies belastet nicht nur deren Lebensqualität, sondern hat auch erhebliche gesellschaftliche Kosten zur Folge.
Gemeinsam wollen wir das Phänomen der Schmerzen aus medizinischer, psychologischer und philosophischer Perspektive beleuchten. Haben akute Schmerzen oft eine wichtige physiologische Warnfunktion, so können insbesondere psychosozialen Faktoren zu einer Chronifizierung führen und damit einen eigenen Krankheitswert erlangen. Behandlungen, die ausschliesslich auf der physiologischen Ebene ansetzen, greifen in diesen Fällen meist zu kurz. Ebenso relevant ist ihre Einbettung in den psychischen Erlebenskontext und die sozialen Lebensbedingungen der Betroffenen. Schliesslich soll auch die grundsätzliche Frage gestellt werden, was Schmerzen sind und wie es sein kann, dass uns diese unbezweifelbar gegeben und zugleich gegenüber anderen unmöglich zu beweisen sind. Eine Antwort darauf wird ggfs. auch relevante Rückschlüsse für ein adäquates Verständnis der Ärztin-Patient- bzw. Therapeut-Patientin-Beziehung ergeben.
Prov. Programm:
18:15 – 19:00: Inputreferate der drei Referent:innen
19:00-19:45: Podiumsdiskussion
Ab 19:45 Uhr: Apéro
Leitung und Moderation: Dr. Silvan Moser, Stv. Direktor SST
Referent:innen:
- Dr. Sonja Hilbrand, IBP Institut Winterthur
- Dr. Dr. Nenad Lukic, Zentrum für Zahnmedizin der Universität Zürich
- Dr. David Dolby, Universität Bern / Universität Zürich
Administration: Nathalie Ellington, Administrative Mitarbeiterin SST
Max. Anzahl Teilnehmende: 25
Zielpublikum: Studierende aller Fachrichtungen
