Die Verhandlungen mit der EU über die Bilateralen III sind abgeschlossen, das Vertragspaket liegt auf dem Tisch und die innenpolitische Auseinandersetzung damit hat begonnen. Wir blicken mit Chefunterhändler Patric Franzen auf die Verhandlungen zurück und klären mit weiteren Expert:innen Fragen rund um die Verträge.
Nachdem das Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU im Jahr 2021 gescheitert war, markiert der formelle Abschluss der Verhandlungen über die Bilateralen III im Mai 2025 einen wichtigen Schritt auf dem bilateralen Weg. Das Vertragspaket befindet sich derzeit in der Vernehmlassung und wird voraussichtlich 2026 vom Parlament behandelt. Vor diesem Hintergrund beleuchtet «Treffpunkt Bern» sowohl die zurückliegenden Verhandlungen mit der EU als auch die bevorstehenden innenpolitischen Prozesse.
Patric Franzen, Chefunterhändler der Schweiz, gibt in einem einleitenden Vortrag Einblicke in die Verhandlungsdynamik, zentrale Knackpunkte sowie die Herausforderung, unterschiedliche politische, rechtliche und institutionelle Logiken zwischen der Schweiz und der EU zu überbrücken. Im Anschluss steht er dem Publikum für Fragen zur Verfügung.
In der darauf folgenden Podiumsdiskussion wird unter anderem erörtert, welche konkreten Neuerungen das Vertragspaket mit sich bringt, welche rechtlichen Implikationen sich in Hinblick auf institutionelle Fragen wie die dynamischen Rechtsübernahme und Streitbeilegung ergeben, und wie sich das Abkommen auf den Lohnschutz und den Schweizer Arbeitsmarkt auswirkt. Ebenfalls diskutiert wird, wie die Bevölkerung zu den Bilateralen III steht und welche Faktoren die öffentliche Meinungsbildung entscheidend beeinflussen.
Referent:
Botschafter Patric Franzen, stellvertretender Staatssekretär des Eidgenössischen Departements des Äusseren (EDA) und Leiter der Abteilung Europa
Podiumsteilnehmende:
Vania Alleva, Präsidentin der Gewerkschaft Unia und Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB)
Dr. Michael Hermann, Geschäftsführer des Forschungsinstituts Sotomo
Prof. Dr. Christa Tobler, Professorin für Europarecht, Universität Basel
Zeitplan: 18.15 bis 20.15 Uhr, mit anschliessendem Apéro
Moderation: Reja Wyss (Geförderte der Schweizerischen Studienstiftung)
Organisation: Serina Heinen
Administration: Nathalie Ellington
Zielpublikum: aktuelle und ehemalige Geförderte der Schweizerischen Studienstiftung
Anzahl TN: max. 30
Vorbereitungsarbeiten / Unterlagen: Fakultative Lektüre wird bereitgestellt.
Anmeldeschluss: 24. September 2025
